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Medienmitteilung vom 5. Nov. 2026

Da die Diskussion teilweise emotional sehr aufgeladen ist, geht es den GRÜNEN darum die Fakten klarzustellen: Unabhängig ob die Stimmberechtigten die Initiative oder den Alternativvorschlag des Stadtrats annehmen kommt kein Flüchtling mehr oder weniger nach Rapperswil-Jona. Die Verteilung erfolgt allein nach einem vom Kanton festgelegten Verteil-Schlüssel.

Bisher mietet die Stadt verteilt über das Stadtgebiet teilweise relativ teuren Wohnraum an. Dies könnte mit der Unterbringung im ehemaligen Alterszentrum Meienberg eingespart werden. Der bestehende Bau des Alterszentrums ist von der Raumaufteilung sehr geeignet zur temporären Unterbringen von Flüchtlingen. Als kostengünstiger Wohnraum für Familien ist die Aufteilung hingegen komplett ungeeignet. Bei einer Annahme Initiative wird dieses Gebäude für längere Zeit (Umzonung, teurer Umbau etc.) leer stehen. Die Gemeinde müsste weiterhin für die Unterbringung viel Geld für die Anmietung von Wohnraum für die Flüchtlinge ausgeben.

Die GRÜNEN Rapperswil-Jona begrüssen, dass am Standort Meienberg ein Integrationszentrum entstehen soll.

Es ist seit vielen Jahren ein grosses Anliegen der GRÜNEN RJ, dass in Rapperswil-Jona günstiger Wohnraum geschaffen wird. Der Gegenvorschlag des Stadtrats geht hier in die richtige Richtung. Durch die Initiative hingegen wird dieser auf absehbare Zeit nicht geschaffen. Stattdessen würde weiterhin Geld für die Anmietung von Wohnraum für Flüchtlinge ‚verbrannt‘ werden.

Leider leben wir in einer Welt mit Kriegen, globaler Ungleichheit und klimabedingten Dürren. Dies sind die Fluchtursachen. Die GRÜNEN engagieren sich schon immer, im Sinne der  schweizerischen humanitären Tradition, dass berechtigte Flüchtlinge aufgenommen werden. Dies soll in Rapperswil-Jona für alle Beteiligte (Flüchtlinge, Anwohner, Steuerzahler) möglichst sinnvoll umgesetzt werden. Die GRÜNEN sehen dies durch den Gegenvorschlag des Stadtrats gut umgesetzt und empfehlen die Annahme des Gegenvorschlags. Die Initiative ist kontraproduktiv und darum abzulehnen.